Dorn- und Breuss-Therapie

Die Dorn-Methode

 

Die Dorn-Methode wurde vor über 30 Jahren vom bayerischen Landwirt und Sägewerksbesitzer Dieter Dorn am eigenen Leibe erfahren und weiterentwickelte. Dorns eigenes Empfinden war, dass an seinem Rücken so effektiv „herumgedrückt“ wurde, dass er schmerzfrei nach Hause gehen konnte. Dorn erarbeitete aus den erlernten Handgriffen mit Hilfe seines „gesunden Menschenverstandes“ und hervorragender Beobachtungsgabe die Methode, die heute seinen Namen trägt.

 

Die Dorn Methode unterscheidet sich von „herkömmlichen“ Therapieformen wie z.B. der Chiropraktik dadurch, dass sie keine ruckartigen Handgriffe und Streckbewegungen verwendet. Auch geschieht die Reponation eines Wirbels oder Gelenkes nie aus der Ruhestellung heraus, sondern immer in der Dynamik – also in der Bewegung. Bei der Behandlung spielen Pendelbewegungen mit Armen und Beinen eine große Rolle. Gearbeitet wird mit sanftem, aber durchaus kräftigem Daumendruck (Wirbelsäule) und über dynamische Kompression (Gelenke). Diese Korrekturen sind für den Körper weniger traumatisch als ein „Einrenken“. Außerdem verfügt diese Methode über eine Vielzahl von Selbsthilfeübungen, die jeder selbst an sich anwenden und so den Therapieerfolg noch erhöhen kann.

Besonderer Wert wird auf die Korrektur der Beinlänge gelegt. 98 % aller verkürzten Beine sind auf eine Fehlstellung im Hüftgelenk bzw. Blockaden im Becken und der unteren Wirbelsäule zurückzuführen. Ein schiefes Becken kann die Wirbelsäule von unten nach oben instabil machen und für Wirbelverschiebungen bis hin zum Atlas sowie starken Muskelverspannungen und den damit verbundenen Schmerzen führen. Der Dorn-Therapeut beginnt seine Arbeit immer mit der Beinlängenkorrektur und arbeitet sich dann systematisch bis zur Halswirbelsäule nach oben. Oft wird schon nach wenigen Behandlungen eine wesentliche Besserung der Beschwerden erreicht.

Aber die Dorn-Methode kann noch mehr: Aufgrund der aus der Wirbelsäule austretenden Spinalnerven und der Nähe zu den vegetativen Anteilen unseres Nervensystems kann sich eine Blockade auch auf der Organ-Ebene als chronisch-rezidivierende bzw. funktionale Störung bemerkbar machen. Es lohnt sich daher durchaus, einen Reizmagen, eine Sehminderung oder auch asthmatische Beschwerden mit der Dorn-Methode über die Wirbelsäule zu behandeln.

Indikationen sind u.a.: Beinlängendifferenz, Beckenschiefstand, Skoliose, Wirbelsäulenbeschwerden, Bandscheibenproblematiken, Schmerzsyndrome, Gelenkbeschwerden, Migräne, Tinnitus, chronische Sinusitis, funktionelle Beschwerden der inneren Organe wie Magen, Lunge, Herz, Menstruationsbeschwerden u.v.m.

 

Rudolf Breuss

 

Die Breuss-Massage wurde vom österreichischen Heiler Rudolf Breuss (1899 – 1990) entwickelt. Er beschäftigte sich intensiv mit den Selbstheilungskräften des menschlichen Körpers und wurde durch seine „42-Tage-Saft-Fasten-Kur“ international bekannt. Harald Fleig hat die Breuss-Massage erlernt und sie mit der Dorn-Methode zusammengebracht. Seither werden beide Methoden zusammen angewandt und gelehrt.

Die Breuss-Massage

… ist eine energetisch-manuelle Wirbelsäulenmassage, die seelische und körperliche Blockaden auflösen kann. Sie fördert auch die Regeneration von unterversorgten Bandscheiben. Breuss ging davon aus, dass es keine „verbrauchten“, sondern lediglich „degenerierten“ Bandscheiben gibt.

Im Gegensatz zur medizinischen Lehrmeinung war Breuss der Überzeugung, dass eine Bandscheibenregenation in den meisten Fällen möglich ist. Er verglich degenerierte Bandscheiben mit einem trockenen, zusammengedrückten Schwamm, der wieder aufquellen und elastisch werden kann, wenn er in eine Schale mit Wasser gelegt wird. Das Johanniskraut-Öl wird so tief in das Gewebe einmassiert, dass es dort eine Tiefenwirkung entfalten und den Flüssigkeitsaustausch der Bandscheiben mit dem sie umgebenden Gewebe positiv beeinflussen kann. Somit können diese ihre Elastizität wiedergewinnen. Bei starken Verspannungen, Schmerzen, schwer verschiebbaren Wirbeln und chronischen Wirbelsäulenproblemen ist die Breuss-Massage auch eine sehr gute Vorbereitung für die Dorn-Behandlung, bzw. der ideale Ausklang nach der Reponation.

Die Breuss-Massage schenkt tiefe Entspannung, angenehme Wärme und wirkt wohltuend auf Körper und Seele. Das Johanniskraut-Öl als Träger der Sonnenenergie wirkt ausgleichend auf das vegetative Nervensystem, krampflösend, energiespendend, beruhigend und schmerzstillend. Indikationen sind u.a.: Bandscheibenleiden, Schlafstörungen, Schmerzsyndrome, Angstzustände, Depressionen, Verspannungen, Hyperaktivität bei Kindern, Berührungsängste u.v.m.